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Work, Life & Balance in Unternehmen

5 Tipps, wie die persönliche Ebene Mitarbeiterbeziehungen stärkt

Ob Tischtennis im Unternehmen, kostenfreies Gourmet-Lunch oder Massagen am Nachmittag – die tollsten Firmenangebote allein sind keine Garantie für das dauerhafte Binden von Mitarbeitern. Und: Viele Unternehmen können sich die Extras gar nicht leisten. Es gibt weitere Möglichkeiten, Mitarbeiter zu motivieren und die Zufriedenheit im Job sowie die Arbeitsmoral zu stärken. „Jeder Unternehmer kann etwas schaffen, damit sich die Mitarbeiter geschätzt fühlen“, so Harvey Deutschendorf, Experte für emotionale Intelligenz und Autor des Buches “The Other Kind of Smart”.

 

 

Dies soll jetzt kein Schlag gegen hippe Unternehmensvorteile werden, da diese auf jeden Fall wichtig für eine gute Unternehmenskultur sind und die Arbeitgeberattraktivität steigern. Es geht vielmehr um Anregungen, die wichtig für das Selbstbewusstsein der einzelnen Mitarbeiter sind und den Stolz auf ihren Arbeitsplatz wecken. Die folgenden Tipps sind kein Allerheilmittel, aber wegweisend, wenn es um das Motivieren und Binden von Mitarbeitern geht. Lesen Sie fünf einfache Beispiele dazu, wie das Eingehen einer persönlichen Ebene mit den Mitarbeitern die Loyalität und Unternehmenskultur fördern kann:

 

Namen der Mitarbeiter lernen
Manchmal sind es die kleinsten Dinge, die Menschen etwas bedeuten: Nehmen Sie sich vor, die Namen all Ihrer Mitarbeiter zu lernen und diese auch richtig auszusprechen. Gehen Sie vielleicht sogar noch einen Schritt weiter und merken sich am besten auch die Namen der jeweiligen Partner und Kinder und bauen Sie diese immer wieder in Gespräche ein. In international aufgestellten Firmen ist diese Herausforderung gewiss etwas größer, sollte aber umso mehr geschätzt werden. Viele Mitarbeiter werden sich freuen, wenn Sie ihre Namen richtig ausgesprochen haben! Probieren Sie es, denn wenn Sie es nicht tun, bleibt das haften…

 

Job und Privates verknüpfen
„Man kann seine Mitarbeiter prima motivieren, indem man sie immer wieder mit kleinen Dingen überrascht“, so Brian Sommer, Geschäftsführer der TechVentive, Inc., einer Beratungsfirma für Marktstrategien. Als Sommers Mitarbeiter wegen der Auftragslage ständig unterwegs sein mussten, nutzte er eine kurzweilige Methode, um seine Mitarbeiter zu motivieren und das Team zusammenzuschweißen. “Ich setze 100 Dollar für den Mitarbeiter aus, der von seinen Reisen das witzigste Foto mitbrachte”, berichtet Sommer. “Meine Mitarbeiter wurden fast übermütig.” Trotz des anstrengenden Zeitplans hatten sie Spaß bei dem Fotowettbewerb und der danach folgenden Abstimmung und behielten so ein gemeinsames Ziel im Auge.

 

Mitarbeiter wirklich kennen
„Mitarbeiter lieben Anerkennung, aber nur authentische“, behauptet Deutschendorf. Wenn Ihre Mitarbeiter eine Aufgabe exzellent erledigt haben, belohnen Sie diese mit persönlichen Dingen, zum Beispiel mit Gutscheinen für deren Lieblingstheater, -spa oder –restaurant. Lassen Sie so Ihre Mitarbeiter wissen, dass Sie sie als Individuen schätzen. Hören Sie deshalb immer aufmerksam zu, wenn Sie mit Ihren Mitarbeitern ins Gespräch kommen, und notieren Sie sich vielleicht sogar ihre Hobbys und Vorlieben. Lernen Sie, die Persönlichkeit Ihrer Angestellten einzuschätzen, und verteilen Sie Lob angemessen. Rufen Sie zum Beispiel einen introvertierten Mitarbeiter nicht vor die versammelte Mannschaft, sondern sprechen Sie Anerkennung in kleinm Kreise aus.

 

Auf Spannungen eingehen
Kein Unternehmen ist völlig frei von Spannungen. Diese zügig und offen anzugehen, hilft Ihren Mitarbeitern, Unsicherheiten abzubauen. Sommer nutzte eine weitere Gruppentechnik, um Problemen in seinem Unternehmen entgegenzutreten. In einem Meeting baten er und seine Manager die Teammitglieder, die größten Firmengerüchte aufzuschreiben, die damals kursierten. Man konnte diese anonymisiert oder mit Absender versehen einreichen, damit Mitarbeiter auch Dinge erfragten, die sie sich normalerweise nicht trauen. Die Gerüchte variierten von ernsthaft anliegenden Entscheidungen bis hin zu Klatsch und Tratsch. Sommer und seine Manager kommentierten jedoch jeden einzelnen dieser Einwürfe und zerstreuten so jedes aufgekommene Gerücht.

 

Freundschaften fördern
Klar, Angestellte kommen ins Büro um zu arbeiten und nicht, um miteinander abzuhängen. „Jedoch, einen Freund oder zwei im Büro zu haben, steigert die Produktivität der Angestellten“, so Steve Boese, Ko-Vorsitzender der HR Technology Conference und Betreiber des HR Technology Blogs. Gute Freundschaften unter Managern und Teammitgliedern sind Gold wert, da sie das Zusammengehörigkeitsgefühl und den Anspruch, für das Wohl der Firma zu arbeiten, enorm stärken. Firmen sollten deshalb unbedingt ein freundschaftliches Verhältnis fördern, zum Beispiel durch gemeinsame Events, und diesen Punkt keineswegs vernachlässigen. „Mitarbeitern die Chance einzuräumen, miteinander ganz gelassen Zeit zu verbringen, ist sehr wichtig“, so Boese.

 

 

Steffen_Zoller_Portrait_smaller
Als Gründer und Geschäftsführer der Care.com Europe GmbH (ehemals Besser Betreut GmbH) weiß Steffen, was Unternehmen am Herzen liegt. Steffen berät Personalverantwortliche zu den Themen Work-Life-Balance und Employee Benefits. In seiner Freizeit beweist er sich beim Snowboarden, kocht leidenschaftlich gern und verbringt viel Zeit mit seinem Hund Sunny. Durch seine 120 Mitarbeiter erfährt Steffen immer wieder, wie wichtig ein Ausgleich zwischen Berufsalltag und Freizeit ist. Denn nur zufriedene Angestellte sind gute und auch gewinnbringende Mitarbeiter.

 

 

 


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