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Work, Life & Balance in Unternehmen

Führungsposition und Familie? (Teil 2)

„Ein klares Ja – nehmen Sie Abschied von der verstaubten Vorstellung des immer präsenten Abteilungschefs, der bis in die Abendstunden in seinem Büro sitzt, und helfen Sie stattdessen Ihren Mitarbeitern, Berufsalltag und Familienleben besser unter einen Hut zu kriegen!“, meint Steffen Zoller, Geschäftsführer der Care.com Europe GmbH, und zeigt Ihnen wie.

 

 

Führungskräfte erfolgreich fördern

Die Scheu vor Veränderungen in Unternehmensabläufen und dem Arbeitsalltag ist völlig normal. Viele Vorgesetzte befürchten, dass Informationen verloren gehen oder das Pensum an Arbeit in Teilzeit nicht bewältigt werden kann. Andere wünschen sich bei Rückfragen stets denselben Ansprechpartner und schließen damit Jobsharing für ihre Angestellten aus. Klar, sind anfangs einige kleine Hürden zu nehmen. Aber Sie werden ganz schnell merken, dass sich Ihre Bemühen in hochmotivierten, leistungsfähigen Mitarbeitern auszahlen. Gehen Sie der Zeit voraus! Handeln Sie selbst, bevor Sie handeln müssen und nutzen sie die Veränderung als Chance, Leistungsträger zu halten und neue Mitarbeiter zu gewinnen. Die folgenden Hinweise sollen Ihnen helfen, die familienfreundlichen Maßnahmen in Ihrem Unternehmen erfolgreich einzuführen:

 

Starten Sie eine Umfrage unter Ihren Führungskräften!

Auf diese Weise können Sie den Bedarf an flexiblen Arbeitszeiten, an Unterstützung bei der Betreuung von Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen sowie den generellen Wunsch nach mehr Zeit für die Familie ermitteln, gern auch anonym. Entwickeln Sie daraufhin Angebote zur flexibleren Zeitgestaltung der Mitarbeiter, die sich mit Ihren betrieblichen Zielen vereinbaren lassen. Terminieren Sie Personalgespräche mit Ihren Führungskräften und unterbreiten Sie dort die neuen Vorschläge zur Arbeitsgestaltung. Im persönlichen Gespräch können Sie die Reaktion des jeweiligen Managers besser einfangen und gleich dessen individuelles Interesse und den Bedarf an Home-Office, Teilzeit usw. abfragen. Geben Sie Ihren Mitarbeitern danach Bedenkzeit und die Möglichkeit, alles in Ruhe mit der Familie zu besprechen.

 

Treffen Sie konkrete Absprachen!

Haben sich Führungskräfte für eine der neuen Möglichkeiten entschieden, legen Sie gemeinsam und schriftlich fest (Vertragsanpassung), wie die flexible Arbeitsgestaltung von nun an aussehen soll (Wochenstundenanzahl, Home-Office-Tage, Urlaubsbestimmungen etc.). Führen Sie Kernzeiten ein, zu denen der Mitarbeiter erreichbar sein muss. Halten Sie die Aufgaben der Führungskraft fest und definieren Sie, welche Leistungen in welchem Zeitrahmen zu erbringen sind (Zielvorgaben, Performance-Management).

 

Schöpfen Sie technische Möglichkeiten aus!

Stellen Sie sicher, dass im Zuhause des Mitarbeiters die technischen Voraussetzungen für Heimarbeit vorhanden sind und es sich dort problemlos arbeiten lässt. Statten Sie den Mitarbeiter gegebenenfalls mit Laptop und Handy aus. Bitten Sie Ihre Manager, die Palette an technischen Möglichkeiten – vom Gruppenkalender über Chat-Systeme bis hin zu Videokonferenzen – zu nutzen, um den Arbeitsfluss zu erleichtern und selbst bei Abwesenheit den Zusammenhalt zu stärken.

 

Fördern Sie den Austausch im Team!

Um den Kontakt unter Teamkollegen und den gegenseitigen Austausch aufrecht zu erhalten, sollten auswärts oder in Teilzeit arbeitende Führungskräfte regelmäßige feste Termine für Teamtreffen ansetzen, z.B. einen wöchentlichen Jour fixe. Stellen Sie Ihren Mitarbeitern doch einmal im Monat ein Budget für ein Teamessen zur Verfügung, bei dem sie sich besprechen können. Zudem sollte jede Führungskraft an Home-Office-Tagen Feedback zum Stand ihrer Arbeit an das Team weitergeben. Auch Vorgesetzten helfen gebündelte Informationen, die Arbeit ihrer Manager besser einzuschätzen.

 

Gehen Sie Jobsharing richtig an!

Immer mehr Unternehmen bieten es an: Jobsharing in Führungspositionen. Wichtig dabei ist, dass beide Manager ähnliche Qualifikationen mitbringen und zu verschiedenen Zeiten arbeiten können. Zudem sollten sie einen ähnlichen Führungsstil haben, alle Aufgaben gemeinsam koordinieren und regelmäßig Übergabezeiten eintakten. Seitens der Geschäftsführung erfordert Jobsharing auf jeden Fall ein hohes Maß an Vertrauen in die Führungskräfte.

 

Hier geht es zu Teil 1 des Beitrags.

 

 

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Als Gründer und Geschäftsführer der Care.com Europe GmbH (ehemals Besser Betreut GmbH) weiß Steffen, was Unternehmen am Herzen liegt. Steffen berät Personalverantwortliche zu den Themen Work-Life-Balance und Employee Benefits. In seiner Freizeit beweist er sich beim Snowboarden, kocht leidenschaftlich gern und verbringt viel Zeit mit seinem Hund Sunny. Durch seine 120 Mitarbeiter erfährt Steffen immer wieder, wie wichtig ein Ausgleich zwischen Berufsalltag und Freizeit ist. Denn nur zufriedene Angestellte sind gute und auch gewinnbringende Mitarbeiter.

 

 

 


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