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Work, Life & Balance in Unternehmen

Kita-Streik betrifft viele: Wie Sie Ihren Mitarbeitern über Betreuungslücken hinweg helfen

 

Steffen Zoller, Geschäftsführer der Care.com Europe GmbH, gibt Ihnen Tipps, wie Sie im Falle eines Kita-Streiks die Eltern unter Ihren Mitarbeitern unterstützen und gemeinsam eine Lösung zur Überbrückung der Betreuungslücke finden können.

 

Dass das Erziehungspersonal für höhere Löhne kämpft, ist mehr als begrüßenswert. Schließlich bilden Erzieher das Rückgrat unserer Gesellschaft und stützen die deutsche Wirtschaft. Sie ermöglichen es den Eltern, überhaupt arbeiten zu gehen und ihre Kinder großzuziehen. Deshalb verdienen Erzieher nicht nur den nötigen Respekt, sondern auch faire Löhne.

Dennoch stellen Streiksituationen, wie der ab Freitag stattfindende bundesweite Kita-Streik, Eltern plötzlich vor eine enorme Herausforderung: Wo soll ich meinen Sohn morgen unterbringen? Wer aus der Familie kann auf die Zwillinge aufpassen? Hat mein Babysitter auch tagsüber Zeit? Eltern wollen ihre Kinder auch in turbulenten Zeiten gut betreut zu wissen. Doch die wenigsten haben das Glück, dass die Oma gleich um die Ecke wohnt.

Übernehmen Sie hier als Arbeitgeber ein Stück Verantwortung und unterstützen Sie ihre Belegschaft dabei, schnell Lösungen für die Überbrückung von Betreuungslücken zu finden. Ihre Mitarbeiter werden es Ihnen danken!

Ab ins Home-Office

Natürlich stellt das Arbeiten der betroffenen Angestellten in den eigenen vier Wänden eine prima Möglichkeit dar, den Streik zu umgehen. Eltern sparen sich so den Stress, auf die Schnelle eine Alternativbetreuung organisieren zu müssen. Entlasten Sie alle Eltern in Ihrem Unternehmen, indem Sie ihnen die Möglichkeit des Home-Office einräumen. Natürlich gibt es auch viele Wirtschaftszweige, in denen die Home-Office-Lösung ausscheidet, da man zwangsläufig vor Ort und häufig auch im Schichtsystem arbeiten muss. Hier helfen folgende Ansätze weiter.

Familie und Freunde als Springer

Bitten Sie betroffene Mitarbeiter, sich in der Familie und bei Freunden umzuhören, ob jemand die Betreuung der Kinder während des Streiks übernehmen kann. Großeltern, Tanten, Nachbarn oder befreundete Kita-Eltern springen vielleicht gern ein, wenn auch nur für ein paar Stunden. Sollten sich Eltern noch kein Notfallnetzwerk aufgebaut haben, können sie den jetzigen Streik ja nutzen, um damit zu beginnen.

Notfallbetreuung für Kinder

Seien Sie als Unternehmen für genau solche Notfälle gewappnet und suchen Sie sich einen zuverlässigen Partner, der für Sie Notfallbetreuungen organisiert. Spezialisierte Firmen bieten diesen Service an und garantieren, innerhalb von 12 Stunden eine geeignete Betreuung für den Nachwuchs ihrer Mitarbeiter zu finden. Die Betreuung findet in der Regel zuhause statt.

Temporäre Betriebskita

Eine weitere Möglichkeit, die Betreuungslücke zu schließen, ist, sich die Kinderbetreuung direkt ins Unternehmen zu holen. Es wird immer üblicher, dass sich Firmen in Streikzeiten oder auch zur Überbrückung von Ferienschließzeiten der Kitas und Schulen ein Betreuerteam direkt ins Haus kommen lassen. Betroffene Eltern können so ihre Kinder bündeln und direkt am Arbeitsplatz von erfahrenen Betreuern umsorgen lassen. Notwendig ist dafür lediglich ein geeigneter Raum, denn Spielzeug bringen die Betreuertrupps in der Regel selbst mit. Immer mehr Unternehmen bieten die Inhouse-Betreuung auch für einige Wochen in den Sommerferien an und sponsern den Kindern ihrer Mitarbeiter eine Art Feriencamp. Doch auch für Streiktage ist die temporäre Betriebskita die ideale Lösung.

Babysitter-Sharing

Haben Sie ein sehr kleines Unternehmen und Ihre Angestellten insgesamt nur eine Handvoll Kinder, können Sie auch auf gängigen Vermittlungsplattformen einen Babysitter oder eine Tagesmutter suchen, welche die Kinder dann für die Zeit des Streiks betreut. So können Sie Ihren Mitarbeitern auch bei kleinem Budget eine qualitativ hochwertige Kinderbetreuung zu einem überschaubaren Preis bieten.

Egal, für welche Lösung Sie sich entscheiden, das Wichtigste ist: Sprechen Sie die Eltern in Ihrer Belegschaft gezielt auf den Kita-Streik und ihre Betreuungsoptionen an. So signalisieren Sie Interesse an der Situation Ihrer Mitarbeiter, vermeiden Ausfallzeiten und steigern die innerbetriebliche Zufriedenheit.

Weitere hilfreiche Artikel zum Umgang mit dem Kita-Streik finden Sie z.B. in der Süddeutschen Zeitung.

 

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Als Gründer und Geschäftsführer der Care.com Europe GmbH (ehemals Besser Betreut GmbH) weiß Steffen, was Unternehmen am Herzen liegt. Steffen berät Personalverantwortliche zu den Themen Work-Life-Balance und Employee Benefits. In seiner Freizeit beweist er sich beim Snowboarden, kocht leidenschaftlich gern und verbringt viel Zeit mit seinem Hund Sunny. Durch seine 120 Mitarbeiter erfährt Steffen immer wieder, wie wichtig ein Ausgleich zwischen Berufsalltag und Freizeit ist. Denn nur zufriedene Angestellte sind gute und auch gewinnbringende Mitarbeiter.

 


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