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Work, Life & Balance in Unternehmen

Väterglück am Arbeitsplatz: Familienfreundlichkeit wichtiger als Erfolg

 

Familienfreundlichkeit kommt vor den Karrierechancen: Väter ordnen ihren beruflichen Erfolg zunehmend familienfreundlichen Arbeitsstrukturen unter. Das geht aus unserer aktuellen Umfrage hervor, die wir gemeinsam mit der Väter gGmbH unter 1.000 Müttern und Vätern durchgeführt haben. Ein hohes Glücksempfinden hängt laut Umfrageergebnissen eng mit der beruflichen Situation zusammen. Steffen Zoller, Geschäftsführer der Care.com Europe GmbH, gibt Ihnen einen Einblick in die Resultate der Väterstudie 2015.

 

Kinder machen glücklicher

Von den befragten Vätern behaupten 81 Prozent, glücklicher zu sein als vor der Geburt ihrer Kinder. Ausschlaggebend für den Grad des Glücksempfindens sind dabei vor allem eine gute und intensive Bindung zu den Kindern (65%) sowie das Wohlergehen der Kinder (60%). Weiterhin werden ein harmonisches Zuhause (37%) und eine Partnerschaft auf Augenhöhe (43%) als wichtige Glücksfaktoren genannt.

Zudem ist das Glück eines Vaters eng mit seiner beruflichen Situation verbunden. Die Befragung zeigt, dass vor allem Väter mit einem hohen Einkommen den genannten Faktoren eine große Relevanz einräumen. Väter mit zugleich hoher Wochenarbeitszeit schreiben der intensiven Bindung zum eigenen Kind eine höhere Bedeutung zu als solche mit niedrigerem Einkommen (67% zu 46%). Umgekehrt bewerten Väter mit niedrigerem Einkommen und kürzerer Wochenarbeitszeit beispielsweise Familienurlaube wichtiger als Väter mit hohem Einkommen (28% zu 19%). Es entsteht der Eindruck, dass Faktoren dann an Bedeutung gewinnen, wenn sie aufgrund beruflicher und finanzieller Rahmenbedingungen schwerer realisierbar sind.

 

Arbeitgeber in Vereinbarkeitsdebatte gefragter denn je

Die Ergebnisse der Väterumfrage vermitteln eindeutig eine Botschaft an die Wirtschaft: Die wesentliche Aufgabe von Arbeitgebern wird es in Zukunft sein, familienfreundliche Angebote stärker auf die neuen Bedürfnisse der Väter auszurichten. Denn auch sie ziehen einen großen Nutzen aus einem erhöhten Väterbewusstsein: Zufriedene Mitarbeiter sind in der Regel nicht nur motivierter, sondern auch loyaler.

Für das Glücksempfinden der Väter spielt die familienfreundliche Kultur eine immer wichtigere Rolle. So war die Hälfte der befragten Väter in Elternzeit. Die große Mehrheit berichtet dabei von einer positiven Wirkung auf die Bindung zu den Kindern (93%). Nehmen Väter allerdings länger als die bisher üblichen zwei Monate Elternzeit in Anspruch, drohen berufliche Einschränkungen – davon berichten immerhin 52 Prozent der Väter, die mindestens sechs Monate in Elternzeit waren. Gleichberechtigte Beziehungen, die sich viele Väter wünschen, bleiben so auf der Strecke. Daher zählen bereits heute für jeden zweiten Vater verständnisvolle Vorgesetzte (53%) und flexible Arbeitszeitmodelle (55%) zu den wichtigsten Glücksfaktoren für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

 

Gleichberechtigung bleibt Utopie

Zumindest bisher… Bis zur Gleichberechtigung beider Elternteile ist es noch ein langer Weg: Denn Väter hängen noch immer zwischen ihren Wünschen nach mehr Zeit und Verantwortung für Familienaufgaben und ihrer klassischen Rolle als Hauptverdiener fest. Das neue ElterngeldPlus ist ein sinnvoller Ansatz, um eine gleichmäßigere Teilung der Verantwortung in Partnerschaften zu fördern. Danach gefragt, gibt ein Drittel der Väter an, von dem Gesetz Gebrauch machen zu wollen, um so die Arbeitszeit während der Elternzeit zu reduzieren (33%). Nur 13 Prozent schließen eine Reduzierung aus. Die folgende Infographik fasst die Ergebnisse der Väterstudie 2015 für Sie zusammen:

 

Väterstudie 2015

 

 

Steffen_Zoller_Portrait_smaller
Als Gründer und Geschäftsführer der Care.com Europe GmbH (ehemals Besser Betreut GmbH) weiß Steffen, was Unternehmen am Herzen liegt. Steffen berät Personalverantwortliche zu den Themen Work-Life-Balance und Employee Benefits. In seiner Freizeit beweist er sich beim Snowboarden, kocht leidenschaftlich gern und verbringt viel Zeit mit seinem Hund Sunny. Durch seine 120 Mitarbeiter erfährt Steffen immer wieder, wie wichtig ein Ausgleich zwischen Berufsalltag und Freizeit ist. Denn nur zufriedene Angestellte sind gute und auch gewinnbringende Mitarbeiter.

 

 

 


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