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Zertifikatsrallye: Great Place to Work – wichtige Fakten auf einen Blick

 

Immer undurchsichtiger wird der Wald der Zertifikate, Audits und Siegel, die Arbeitgebern eine hohe Attraktivität bescheinigen. Geht es bei den Audits um den Arbeitsplatz an sich, die Unternehmenskultur oder auch um Mitarbeiterkommunikation? Spielen Benefits für die Angestellten oder familienunterstützende Maßnahmen eine große Rolle? Was genau wird untersucht und bewertet? Welche Kosten sind mit welchem Siegel verbunden? Und wie kann ich mich als Unternehmen bewerben? Das Global Workplace Solutions-Team von Care.com möchte Licht in das Zertifikatsdickicht bringen und Ihnen die wichtigsten Zertifikate und Wettbewerbe vorstellen. Verschaffen Sie sich so einen Überblick! Den Auftakt der Arbeitgebersiegelserie bildet Great Place to Work.


Great Place to Work & Deutschlands beste Arbeitgeber

  • Pionier der Arbeitgeberbewertungsbewegung
  • Renommiertes, öffentlichkeitswirksames Arbeitgebersiegel bzw. Wettbewerb
  • Sehr nutzenorientiert durch ausführliche Feedback- und Benchmark-Reports
  • Eher als kostenintensiver einzustufen

 

Was Great Place to Work ausmacht

Great Place to Work ist ein anerkanntes Beratungsinstitut, das Unternehmen dabei hilft, eine attraktive Arbeitsplatz-, Vertrauens- und Unternehmenskultur zu entwickeln und damit weit über die bloße Vergabe eines Siegels hinaus arbeitet. Great Place to Work begreift die Verbesserung der Gesellschaft durch das Schaffen einer erstklassigen Arbeitsplatzkultur als Leitaufgabe. Das Institut folgt der Erkenntnis, dass Unternehmen mit einer herausragenden Arbeitskultur zufriedene, motivierte und loyale Mitarbeiter haben, attraktiv auf Bewerber wirken, ihre Ziele effektiver erreichen und wirtschaftlich erfolgreicher sind.

Great Place to Work ist in 50 Ländern aktiv, der deutsche Ableger wurde 2002 gegründet. Das Arbeitgebersiegel ist hierzulande sehr beliebt: Mehrere hundert Unternehmen – mittelständische oder auch Weltkonzerne – lassen sich jedes Jahr von Great Place to Work prüfen und werden so in ihrer Entwicklung als attraktiver Arbeitgeber unterstützt. Die folgenden drei Aktivitäten prägen das Kerngeschäft des Instituts:

  • Untersuchung der von Mitarbeitern erlebten Qualität und Attraktivität von Arbeitgebern
  • Auditing von Maßnahmen und Konzepten mitarbeiterorientierter Personal- und Führungsarbeit
  • Beratung und Schulung zur Gestaltung einer auf Vertrauen, Stolz und Teamgeist beruhenden Arbeitsplatzkultur

Great Place to Work ist einer der Pioniere, die den Anstoß zur Schaffung einer ausgezeichneten Arbeitsplatzkultur gaben: Mitbegründer Robert Levering führte die Auszeichnung hervorragender Arbeitgeber mit Veröffentlichung seines Buches „The 100 Best Companies to Work For“ im Jahre 1984 ein. Im Anschluss an die ersten Rankings des Instituts breitete sich die Vorgehensweise schnell in alle Welt aus. Great Place to Work zeichnet sich vor allem durch seine herausragende, zuverlässige Methodik und seine erstklassigen Medienpartnerschaften aus.

 

Verschiedene Wettbewerbe möglich

Darüber hinaus ermittelt das Institut mithilfe international anerkannter Standards, zum Beispiel der Trust Index Mitarbeiterbefragung, regelmäßig sehr gute Arbeitgeber und stellt diese der Öffentlichkeit vor. Am bekanntesten ist wohl der national ausgeschriebene Wettbewerb „Deutschlands beste Arbeitgeber“, an dem alle Unternehmen in Deutschlands ab 50 Beschäftigten teilnehmen können. Immer beliebter werden aber auch die Landeswettbewerbe, die zum Beispiel in den Regionen Bayern, Berlin-Brandenburg oder Nordrhein-Westfalen ausgerufen werden.

Great Place to Work schreibt aber auch zwei branchenfokussierte Wettbewerbe aus – den „Beste Arbeitgeber Gesundheit & Soziales“ für alle Einrichtungen und Unternehmen mit Schwerpunkt Behandlung, Pflege, Betreuung, Rehabilitation und Wiedereingliederung kranker, alter und behinderter Menschen sowie den „Beste Arbeitgeber in der ITK“-Wettbewerb für Unternehmen der Informationstechnologie- und Telekommunikationsbranche sowie IT-Abteilungen mittelständischer und großer Firmen. Great Place to Work wird zudem multinational ausgetragen. Wir stellen Ihnen im Folgenden den nationalen Arbeitgeberwettbewerb „Deutschlands beste Arbeitgeber“ ausführlich vor.

 

Das Krönchen für Deutschlands beste Arbeitgeber

Die bundesweite Great Place to Work Benchmark-Studie und der anknüpfende Wettbewerb „Deutschlands beste Arbeitgeber“ bieten Ihrem Unternehmen:

  1. eine fundierte Bestimmung der Qualität und Attraktivität Ihres Unternehmens
    als Arbeitgeber,
  2. Unterstützung der mitarbeiterorientierten Weiterentwicklung Ihrer Arbeitsplatzkultur und
  3. die Chance auf Auszeichnung und Veröffentlichung als besonders attraktiver
    Arbeitgeber.

Zur Teilnahme sind alle Unternehmen mit einer deutschen Adresse und 50 oder mehr Beschäftigten eingeladen. Die Mitarbeiterbefragung und die Analyse der Personal- und Führungsarbeit (Kulturaudit) bilden die Untersuchungsbasis. Inhaltlich wird nach dem Great Place to Work Modell bewertet, das die Kernqualitäten exzellenter Arbeitgeber beschreibt.

Aus den jährlich mehreren hundert teilnehmenden Unternehmen aller Branchen und Größenklassen ermittelt Great Place to Work wertvolle Vergleichsdaten und Best-Practice-Beispiele, die den Teilnehmern dann dabei helfen, ihre Qualität und Attraktivität als Arbeitgeber einzuschätzen, sich mit ähnlichen Unternehmen zu vergleichen und sich gezielt weiterzuentwickeln. Jährlich erstellt das Institut nach Datenauswertung auch die 100-Besten-Liste von Arbeitgebern in vier Größenklassen. Die Wettbewerbsgewinner erhalten das Great Place to Work-Arbeitgebersiegel sowie eine breite öffentliche Aufmerksamkeit. Great Place to Work kürt zusätzlich herausstechende Leistungen in den Bereichen „Nachhaltige Personalführung“, „Gesundheitsförderung“, „Chancengleichheit und Diversity“ sowie „Wissens- und Kompetenzvermittlung“.

 

Ablauf und Wettbewerbsmodule

Die Great Place to Work Mitarbeiterbefragung und das Kulturaudit bilden die Grundlage für die Bewertung der unternehmensinternen Arbeitsplatzkultur und die Ermittlung der jährlichen Bestenliste. Hauptzeitraum für die Befragungen und Prüfungen ist März bis November des Ausschreibungsjahres. Im Frühjahr des Prämierungsjahres werden dann die Wettbewerbsgewinner gekürt und die 100-Besten-Liste publiziert. Die folgende Graphik gibt Ihnen einen Überblick über die einzelnen Bausteine und Phasen des Wettbewerbs:

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Wer bewertet nun was?

Das Hauptkriterium für die Aufnahme in das Ranking ist die Frage, inwieweit die Mitarbeiter eines Unternehmens ihre Organisation für einen ausgezeichneten Arbeitgeber halten. Die Bewertung jedes Unternehmens beruht deshalb zu ungefähr zwei Dritteln auf den Antworten der Mitarbeiter. Die Befragung erfolgt anonym und nach dem Zufallsprinzip. Es findet entweder eine Vollbefragung (bis zu 250 Angestellten) statt oder es wird eine repräsentative Stichprobe der Belegschaft gezogen. Diese fünf Bereiche bilden die Säulen der Mitarbeiterbefragung:

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Die restlichen Einschätzungen und Bewertungen führt Great Place to Work mit eigenen Personalanalyseprogrammen durch und leitet dann im Vergleich mit anderen Bewerbern die Benchmarks für das jeweilige Unternehmen ab.

 

Finanzieller Aufwand für die Teilnahme

Da die detaillierte Mitarbeiterbefragung, das Kulturaudit und der Benchmark-Report im Rahmen des Wettbewerbs „Deutschlands Beste Arbeitgeber“ mit hohem Aufwand für das Great Place to Work-Team verbunden sind, werden abhängig von der Unternehmensgröße bzw. Mitarbeiteranzahl Kosten erhoben. Beim Basispaket inklusive Wettbewerbsteilnahme variieren diese zwischen 4.500 Euro (bei 50 bis 100 Mitarbeitern) und 11.500 Euro (bei mehr als 5.000 Mitarbeiter). Jedes Unternehmen kann ergänzend weitere nützliche Module zur Weiterentwicklung der Unternehmenskultur hinzubuchen. Great Place to Work bietet eine Menge nachbereitender und unternehmensunterstützender Maßnahmen an.

 

Nachhaltigkeit durch Entwicklungsbegleitung

Durch das umfassende zusätzliche Beratungsangebot vereinfacht Great Place to Work den Follow-up-Prozess. So kann sich jedes Unternehmen für den erfolgreichen Auf- und Ausbau der eigenen Arbeitsplatzkultur zum Beispiel eine detaillierte Handlungsfelderanalyse oder auch Expertenrat zur Planung und Umsetzung mittel- bis langfristiger Entwicklungsmaßnahmen (Great Place to Work Maßnahmen-Audit) einholen. Auf diese Weise können die bei der Mitarbeiterbefragung ermittelten Impulse gezielt weiter verfolgt werden. Auch Führungskräfte können so gefördert werden, dass sie eine vertrauensvolle und begeisternde Arbeitsplatzkultur aufbauen und unterstützen. Dafür gibt es zum Beispiel die Möglichkeit des Great Place to Work 360° Führungskräfte-Feedbacks oder das Training für Führungskräfte zur Gestaltung eines erfolgreichen Miteinanders.

 

 

 


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